Zwischenergebnis: Eine Sitzung mit uns Vertreterinnen von Familienberatungsstellen, die von Schließung bedroht sind, mit dem Ministerium zeigte, dass die Frage von Watzlawick „Wie wirklich ist die Wirklichkeit?” nicht nur in den zu beratenden Familien eine berechtigte ist.

Interessensgemeinschaft
zur Rettung der Familienberatungsstellen

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Unsere Familienberatungsstellen sind österreichweit ein wesentlicher Bestandteil unseres sozialen Netzes. Auch wenn es sich bei vielen Beratungsstellen um kleine Einrichtungen handelt, leisten sie in der regionalen psychosozialen Versorgung einen wichtigen Beitrag, auch für Menschen mit besonderen Bedürfnissen.

Das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz, das seit 2006 in Kraft ist, regelt die Beseitigung von Barrieren, insbesondere bauliche, die ganz viele Beratungsstellen in Österreich (ca. 2/3) vom Umbau bis zum Umzug treffen.

Unser zuständiges Ministerium hat nun beschlossen, das Gesetz so auszulegen, dass alle geförderten Familienberatungsstellen, ab Jänner 2016 rollstuhlgerecht ausgestattet sein müssen. Das Gesetz sieht die Prüfung einer Zumutbarkeit unter der Berücksichtigung unverhältnismäßiger Belastungen vor (www.bundessozialamt.gv.at).
Wir wehren uns keinesfalls gegen zumutbare, maßgebliche bauliche Veränderungen, aber sie dürfen den Weiterbestand bestehender und gut eingeführter Beratungsstellen nicht gefährden, was bei den derzeit geforderten Maßnahmen der Fall wäre!

Für das Ministerium ist es selbstverständlich, dass die Kosten für die Infrastruktur (Miete, Betriebskosten, PC, Papier, Werbung, etc.), seit Bestehen der Beratungsstellen von privaten Trägern bzw. den BeraterInnen getragen wird und damit jetzt auch Umbau bzw. Übersiedlung. Neue Mietobjekte würden für viele Beratungsstellen aber eine wesentliche Verteuerung bedeuten.

Es ist uns unverständlich, dass ein Ministerium, das bis jetzt Familienberatung gefördert hat, die Zumutbarkeit von baulichen Veränderungen nun bis hin zur Übersiedlung willkürlich festlegt und damit Schließungen in Kauf nimmt!

Wir ersuchen Alle um Unterstützungserklärungen, und Beratungsstellen um ihre Stellungnahmen, bitte so rasch wie möglich!

Wir möchten mit unserem Anliegen, der Aufrechterhaltung der Familienberatungsstellen, an Minister Mitterlehner herantreten.

verein@frauenhäuser-wien.at
narath@frauenberatenfrauen.at
h.sekardi@pgwilhelm.at
verwaltungsleitung@cs-schwestern.at

Anzahl Einträge: 136
DatumVor- und ZunameOrganisationPLZOrtKommentar
2012-04-05 14:20Inge Lampl 2371Hinterbrühl 
2012-03-26 09:41Ursula MalekMutter-Kind-Haus1120Wien 
2012-02-20 00:35Anna-Amalia Damisch 1100Wien 
2012-02-13 09:28Mag a (FH) Laura BielowskiFamilien- und Partnerberatungsstelle Olympisches-Dorf6020Innsbruck 
2012-01-16 18:07Magdalena Schreiber 4400Steyr 
2011-12-27 14:55Katharina EbertVerein Dialog1030Wien 
2011-12-23 22:34Wolfgang KramerVerein Dialog1100Wien 
2011-12-15 12:40Edeltraud VoillNanaya Zentrum für Schwangerschaft, Geburt und Leben mit Kindern1070WienIn Familienberatungsstellen kommen Menschen, weil sie sich dort Unterstützung und Hilfe holen wollen – meist auf der psychischen Ebene. Dies ist ja auch der Auftrag an die Familienberatungsstellen. Wenn Menschen auf der psychischen Ebene kommen und bereit sind, Hilfe und Unterstützung anzunehmen, dann fällt es ihnen auch nicht schwer diese Hilfe auch auf der physischen Ebene anzunehmen.
Der Besuch von behinderten Menschen in unserer Beratungsstelle funktioniert daher sehr gut, weil es unser Selbstverständnis ist, den Menschen Hilfe und Unterstützung auf allen Ebenen anzubieten.
Wenn eine Beratungsstelle mit genügend Personal besetzt ist, dann wäre es doch zu überlegen statt bauliche Barrierefreiheit um jeden Preis, Barrierefreiheit mit persönlicher Unterstützung anzubieten.
2011-12-15 10:34Univ. Prof. Dr. Reinhold StipsitsPPZ - Pädagogisch Psychologische Zentrum2380PerchtoldsdorfWir befürworten die Barrierefreiheit. Wenn jedoch die Auflagen für gewisse Institutionen eine solche Barriere darstellen, dass sie schließen müssen, wäre dies keine gute Entwicklung. Wir bitten um Entgegenkommen des Ministeriums für all jene Stellen, die ihre Tore schließen müßten.
2011-12-15 09:51Gabriele SillippFrauenhaus Steyr4400Steyr 
Was ist die Summe aus 5 und 7?