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Arbeit

von Ursula Narath

Mein Thema ist die Arbeit/ das Arbeiten.

 

Der Blog startete im April mit dem "Wert" der Arbeit, mit der Arbeit der Psychoanalytikerin,

mit der Beschäftigung rund um die geänderten Arbeitsbedingungen, aber ich muss es grundlegender versuchen, mit einer Definition:

 

Es beginnt beim kindlichen Spiel. Kinder, die in ihr Spiel vertieft sind, sind mit allen Sinnen

und verve an der Sache. Zeit und Raum verschwimmen, Hunger und Durst sind vergessen.

So möchte man arbeiten, wie man als Kind gespielt hat, hingebungsvoll, begeistert, losgelöst von Leistungsgedanken.

Hat Arbeit also ursprünglich eine spielerische Qualität oder wurde die kindliche Tätigkeit verniedlicht und entwertet indem sie Spiel genannt wurde?

Hat Freud da vielleicht auch etwas übersehen, wenn er nur die oral, anal und phallische Lust beschreibt?

Gerade er, der Vielarbeiter hat doch Lust aus seiner Arbeit bezogen.

 

Arbeit kann mehr als damit Geld zu verdienen, Arbeit hat also einen Mehrwert. Hingegen braucht es keine Arbeit

um Geld zu verdienen, wie wir alle wissen. Und schon sind wir im ursprünglichen Wortsinn:

Arbeit als ökonomischer Begriff, der der Psychoanalytikerin z.B. im burn-out begegnet. Aber nicht nur.

 

In der Zeitschrift "psyche" gab es eine Kontroverse zum Thema "Macht Kapitalismus depressiv?".

Es ist natürlich schwierig auf diese zugespitzte Frage eine brauchbare, allgemeingültige Antwort zu geben.

Besonders deutlich wird das dort, wo der Autor sich in großen Kreisen um das Thema herum annähert,

nämlich hinsichtlich der Zahlen diagnostizierter Depressionen.

 

Schon da wird deutlich, dass man den "Holzweg" einschlägt, denn was ist eine Depression? Das was ein Arzt diagnostiziert?

Und was diagnostiziert die Ärztin, wenn es burn-out als Kranheit nicht gibt, weil Arbeitsüberforderung

zur Normalität geworden ist?

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