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Generation Neu

von Ursula Narath

Februar 2021

Heute möchte ich in meinem Blog über Arbeit den "Wirtschaft"-Seiten einer österreichischen Tageszeitung widmen: dort durfte ich lesen, dass ich der Chef sein möge, den ich mir wünsche.

Da arbeitet sich jemand am Generationenkonflikt ab, ein Thema, das auch in meiner Auseinandersetzung mit Arbeit ganz oben steht.

Der Titel klingt ja einerseits vielversprechend, nur stellt sich eben die Frage, wenn ich von mir auf Andere schließe, bin ich dann "als Führungskraft" gut beraten?

Die Autorin, die sich anscheinend selbst in die männliche Form "Chef" phantasiert, attestiert vielen Älteren mangelnde Veränderungsbereitschaft. Und tatsächlich tritt der Typus "neue Führungskraft" oft mit einem Koffer an guten Ideen an. Eine Haltung, die zuweilen gut zum Kapitalismus passt:

"Hallo hier bin ich, lasst uns Ausmisten und neue Tools kaufen, eine neue Datenbank programmieren, neue Zuständigkeiten definieren!"

Ist da jemand angetreten, einer Problemanalyse entlang, Verbesserungen vor zu schlagen?

Oder möchte da jemand einfach einmal umkrempeln und seinen oder ihren Stempel aufdrücken?

Ich orte nicht nur in diesem Beitrag die Neigung, Lösungen im Gegeneinander zu finden.

Auch hinsichtlich der Corona-Maßnahmen wird schnell einmal davon gesprochen, dass der Schutz der"Alten" auf Kosten der "Jungen" ginge.

Schaffen wir neben dem "Entweder / Oder" den Weg zurück zur Dialektik?

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